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Ostfriesen-Zeitung, 11.03.2010
Datum:
11.03.2010
Inhalt
obw hat angebaut - für mehr Betreuung
Die Gäste bei der Eröffnungsfeier waren vom Ergebnis der Arbeiten beeindruckt. 89 Menschen nutzen das Angebot in den neuen Räumen täglich.
VON HEIKO ABBAS
EMDEN - Großer Bahnhof gestern bei der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten-GmbH (obw) in Emden. Die beiden Einrichtungen „Kompass" und „Tandem" feierten ihre Runderneuerung, und sie sind nun unter einem Dach zusammengefasst. Dazu kamen rund 50 Gäste aus Politik und Verwaltung. Von zehn Uhr vormittags bis in den späten Abend dauerte das Festprogramm.
„Ich freue mich, sie hier in den neuen Räumen unserer Einrichtungen für Menschen mit psychischer Erkrankung zu begrüßen", eröffnete obw-Geschäftsführer Burghardt Zirpins die Feierlichkeiten. Das Ergebnis schien alle zufriedenzustellen an diesem Vormittag.
„Bei ihnen merkt man, hier steht der Mensch im Mittelpunkt", meinte der Emder Oberbürgermeister Alwin Brinkmann bei seiner Begrüßung. Auch äußerte er deutlich seine Meinung, dass in den anstehenden Haushaltsberatungen darauf geachtet werden müsse, das Geld für Hilfebedürftige in der Gesellschaft nicht zu kürzen. „Es kann nicht sein, dass Belastungen, die uns durch spekulierende Finanzmanager eingebrockt wurden, jetzt von denen getragen werden müssen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind." Hierfür erntete Brinkmann wohlmeinenden Applaus.
Danach beschäftigte er sich noch einmal mit den runderneuerten Räumen im „Kompass" und „Tandem". Die könnten sich wirklich sehen lassen, meinte der Oberbürgermeister.

Auch eine neue Bildhauerei gibt es im „Tandem", der Tage sstätte für Menschen mit psychischer Erkrankung. BILDER: ABBAS
Nach Abschluss der Arbeiten gibt es jetzt nicht nur einen neuen Anstrich, sondern auch neue Stühle, Tische, Multimedia-Geräte und ganz neue Räume. Die beiden Einrichtungen verfügen zusammen über einen Essens- und Klubraum, einen Kreativraum, zwei Ruheräume, einen Medienraum, Werkstätten für Bildhauerei, Fahrräder und Holzarbeiten sowie einen Projektraum für Einzelarbeit und einen Hauswirtschaftsraum. „Hier können die Teilnehmer sogar ihre Wäsche selbst waschen", sagte Jan Großekappenberg, der den Gästen die Einrichtungen zeigte. Er ist Ergotherapeut und Mitarbeiter im „Kompass" und „Tandem". Zusammen betreut das Team im „Kompass" 45 Menschen mit psychischer Erkrankung. Das „Tandem" wird von 44 Teilnehmern täglich genutzt.

„Kompass"-Leiter Martin Erb (von links), „Tandem"-Leiter Jörg Buß, obw-Bereichsleiterin Elke Steinmeyer und Geschäftsführer Prof. Burghardt Zirpins freuen sich über die Runderneuerung der Einrichtungen.


