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Pressemitteilung der obw, 29.09.2009
Datum:
29.09.2009
Inhalt
Am Ziel der Träume
Erstmals konnte ein Mitarbeiter der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH im Rahmen des „Budgets für Arbeit“ auf den regulären Arbeitsmarkt vermittelt werden.
Einen „richtigen Arbeitsplatz“ wollte er aus seinem Praktikumsplatz machen, so hatte es Johann Beekhuis zu Jahresbeginn formuliert. Inzwischen weiß sich der Mitarbeiter der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH (obw) am Ziel seiner Träume: Seit dem 1. August ist er bei der Stadt Emden auf dem Friedhof Tholenswehr tätig – ausgestattet mit einem regulären Arbeitsvertrag. Sein erstes Fazit: „Die Arbeit macht Spaß, weil ich sie schaffen und draußen an der frischen Luft sein kann. Und der Chef und die Kollegen sind auch in Ordnung.“
Der 42-Jährige kann als Musterbeispiel für die erfolgreiche Arbeit der obw im Bereich der beruflichen Rehabilitation angesehen werden. Eines der Ziele liege schließlich darin, so erläutert Astrid Junkhoff, zuständig für den Sozialen Dienst und den Berufsbildungsbereich der Emder Lohnfertigung, Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen (Emlo), den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Perspektiven auf dem ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Johann Beekhuis hatte seit Herbst 2005 zunächst den Berufsbildungsbereich der Emlo durchlaufen und wechselte nach zwei Jahren in den Arbeitsbereich. Während mehrerer Praktika machte er sich mit den Gegebenheiten auf dem regulären Arbeitsmarkt vertraut.
Im Januar 2009 hatte Beekhuis dann einen Antrag auf das so genannte „Budget für Arbeit“ gestellt. Es ermöglicht Menschen mit Behinderung, ihre Rehabilitationsleistung ausbezahlt zu bekommen. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, selbst zu entscheiden, wann, wo, und wie sie welche Leistungen einkaufen. „Wir freuen uns sehr, dass Johann Beekhuis sein Ziel erreicht hat“, sagt Elke Steinmeyer, Bereichsleiterin und Beauftragte der obw für die Umsetzung des Budgets für Arbeit, nach der Bewilligung seines Gesuchs. Zu verdanken sei das seiner Beharrlichkeit und Leistungsbereitschaft sowie der guten Zusammenarbeit mit den Behörden und seinem neuen Arbeitgeber.
Der Stadt Emden und den zuständigen Personen, die trotz schwieriger Arbeitsmarktlage diesen Schritt ermöglichten, sprechen Junkhoff und Steinmeyer ihren besonderen Dank aus. Diese Entwicklung sollte auch anderen Menschen mit Behinderung Mut machen. Für Johann Beekhuis jedenfalls steht schon jetzt fest: „Ich möchte hier so lange wie möglich arbeiten, am liebsten für immer.“
Bei der Vertragsübergabe v.l.n.r.: Frank Rogga, Kaufmännischer Leiter Bau- und Entsorgungsbetrieb Stadt Emden; Astrid Junkhoff, Sozialer Dienst der obw GmbH; Johann Beekhuis , Budgetnehmer; Alwin Wilts, Gärtner Städtische Friedhöfe; Hendrik Helbig, Abteilungsleiter Städtische Friedhöfe


