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Parität Report, Ausgabe 03/2009

Datum:

24.06.2009

Inhalt

Deutlicher Schritt nach vorne

obw eröffnet Neues Werkstatt- und Dienstleistungsgebäude

Am 8. Mai 2009 nahm Geschäftsführer Burghardt Zirpins anläss­lich der offiziellen Einweihungsfeier die Schlüssel des neuen Werkstatt- und Dienstleistungsgebäudes der Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten (obw) in Emden entgegen. Die Tochtergesellschaft des Paritätischen Niedersachsen hatte das Gebäude gebaut, um einen „deutlichen Schritt nach vom zu machen", wie Zirpins sagte, und, „um uns als zeitgemäßes und verantwortungsvolles Unternehmen darzu­stellen. Wir konnten nicht länger war­ten und mussten neue zweckmäßige Arbeitsräumlichkeiten schaffen." Der 7.000 Quadratmeter große Neubau war notwendig, um letztlich auch im Wettbewerb weiter bestehen zu können. „Auf den Märkten genießt eine Werkstatt für Behinderte keinen Sonderstatus", fügt der Geschäftsführer hinzu. 200 neue Arbeitsplät­ze für Menschen mit Behinderung wurden mit der Investition von acht Millionen Euro geschaffen. Angesie­delt sind dort jetzt die Werkstätten für Metallverarbeitung, die Gärtne­rei, die Wäscherei und die Ledermanufaktur. Die hellen und mo­dernen Räume ermöglichen kurze Wege, eine große Produktivität und gleichzeitig den behutsamen Um­gang mit der Arbeitskraft der Men­schen mit Behinderung.

Zur feierlichen Eröffnung waren neben den Beschäftigten rund 100 Gäste geladen, darunter So­zialministerin Mechthild Ross-Luttmann, Emdens Oberbürger­meister Alwin Brinkmann, die Landräte Bernhard Bramlage (Leer) und Walter Theuerkauf (Aurich) sowie vom Paritätischen Niedersachsen Günter Famulla, Vorsitzender,und Cornelia Rundt, Vorstand. „Das zeigt die Wertschätzung, die wir mit unserer Arbeit bei den zuständigen Stellen in Hannover genießen", so Zirpins. „Hier haben die Menschen mit Behinderungen ei­ne Heimat gefunden - ein Zuhause, wo arbeiten Spaß macht", sagte die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann in ihrem Grußwort. Die Ministerin betonte, dass „Menschen mit Behinderungen ein Vorbild für uns als Gesellschaft sein müssten". Das Miteinander sei eine Selbstverständlichkeit. „Die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Behinder­ten gilt es anzuerkennen", so Ross-Luttmann.

Auf dem Programm standen unter anderem zwei Gesprächsrun­den. Dabei wurde zum einen die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors der obw für die Region, zum an­deren die Ausgestaltung der kon­kreten Arbeit vor Ort und die Chancen zur Vermittlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den ersten Arbeitsmarkt umrissen. Bei einem Rundgang mit der Sozialministerin informierten sich die Gäste entsprechend dieser The­men über die Leistungsstärke der Einrichtungen.

Als sozialer Dienstleister präsentiert sich die obw einerseits als Einrichtung zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen, an­dererseits als wettbewerbsfähiges Unternehmen am Markt. Durch attraktive Wohn- und Arbeitsbe­dingungen öffnet die Einrichtung Menschen mit Behinderung Per­spektiven für ihr Leben - stets orientiert an den individuellen Wünschen und Möglichkeiten. Sta­tionäre und teilstationäre Ange­bote sollen die schrittweise Einglie­derung ins Arbeitsleben und eine möglichst weitgehende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Angegliederte Wohnheime und Betreute Wohngruppen sowie das Angebot der Ambulanten Be­treuung vervollständigen das Leistungsspektrum.

Informationen:

Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten
Burghardt Zirpins
Tel. 04921 9488-421
E-Mail b.zirpins@obw-emden.de
Web: www.obw-emden.de

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