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Überschrift
Emder Zeitung, 17.06.2009
Datum:
26.06.2009
Inhalt
Mit „Ollkes in Tuun" - Projekt im Landwirtschaftsmuseum
Kooperation zwischen Landwirtschaftsmuseum und Beschützenden Werkstätten.
Campen. Eine Kooperation zwischen der Altentagesstätte der Ostfriesischen Beschützenden Werkstätten (obw) und dem Ostfriesischen Landwirtschaftsmuseum Campen trägt im wahrsten Sinne des Wortes erste Früchte. Ein Gemüsebeet ist im Garten des Landarbeiterhauses angelegt worden, teilte Museumsleiterin Sonja Wiltfang mit, der vor allem auch von behinderten Menschen gut erreichbar ist und gepflegt werden kann. Durch ein integriertes Hochbeet und einen befestigten Weg wird der Zugang für Rollstuhlfahrer gewährleistet.
Die Projektarbeit ist in zwei Hauptabschnitten, die sich im Frühling und Herbst über jeweils drei Monate erstrecken, geplant. „Aus diesem ersten Projekt soll sich eine längerfristige Zusammenarbeit ergeben", kündigt Wiltfang an. Fünf Senioren der Altentagesstätte sind zur Zeit im Garten aktiv. Initiiert wurde das Projekt durch die Betreuerin der Altentagesstätte Gerlinde Geiken.
Für die Hobby-Gärtner aus den Werkstätten ist es ein kleiner Blick in die Vergangenheit, denn die Tätigkeiten im Gemüsegarten waren früher fester Bestandteile im Alltagsleben der Familien. Sie bieten eine große Bandbreite unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten für Aktionen, da es neben der Bestellung des Gemüsebeetes, natürlich auch die Ernte und die Weiterverarbeitung des Gemüses einbezieht. Die Bewohner der Altentagesstätte haben Gelegenheit, sich an ihre Kindheit oder Jugend zu erinnern und spielerisch eine Zeitreise in Ihre Vergangenheit zu unternehmen. „Sie sollen angeregt werden, sich über ihre eigenen Erinnerungen auszutauschen."
Um die Programme nachhaltiger zu gestalten und ein Erfolgserlebnis zu erzielen, können die Teilnehmer am Ende vieler Programme etwas Selbstgemachtes mit nach Hause nehmen. Vor allem Tätigkeiten, die vor 50 Jahren zum Alltag der Menschen gehörten, stehen im Mittelpunkt der Aktionen, beispielsweise die Hausarbeit, wenn gemeinsam gebuttert oder Wäsche gewaschen wurde.
„Jetzt beginnt die Sommerpause, um den Pflanzen Zeit zu geben sich zu entwickeln", so Wiltfang. Der Garten werde je doch weiterhin von der Gruppe gehegt und gepflegt. Im Herbst geht es dann weiter mit der Verarbeitung des angebauten Gemüses. „Es wird eingekocht, aufgefädelt und eingelegt." ggm/red


