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Ostfriesem-Zeitung, 16.01.2009

Datum:

16.01.2009

Inhalt

Ministerin ist stolz auf obw-Mitarbeiter


SOZIALES Persönliches Budget beantragt
Ziel der drei Behinderten ist es, ihren Lebensunter­halt selbst zu verdienen. Darum fuhren sie nach Hannover.

EMDEN - Drei Mitarbeiterin­nen und Mitarbeiter der Ost­friesischen Beschäftigungs und Wohnstätten GmbH (obw) mit Sitz in Emden ha­ben in Anwesenheit von Nie­dersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann in Hannover ihre Anträge auf das so genannte Budget für Arbeit eingereicht. Sie hoffen, da­durch eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Melanie Memenga, Wilco Buss und Johann Beekhuis waren schon etwas aufgeregt, heißt es in einer Pressemittei­lung der OBW. Ihre Absicht war es, gemeinsam mit Be­reichsleiterin Elke Steinmeyer in feierlichem Rahmen die An­träge zu übergeben.

Seit einem Jahr haben Menschen mit Behinderung einen Rechtsanspruch darauf, ihre Rehabilitationsleistung in Form eines Persönlichen Bud­gets ausbezahlt zu bekom­men. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, selbst zu ent­scheiden, wann, wo, wie und welche Leistungen sie einkau­fen. „Menschen mit Behinde­rungen müssen eine echte Chance haben, sich in den ers­ten Arbeitsmarkt zu integrie­ren. Deshalb bin ich richtig stolz auf das Budget für Ar­beit", sagte Ross-Luttmann beim Empfang.

Beekhuis (Krummhörn) will mit dem Budget aus sei­nem Praktikumsplatz „einen richtigen Arbeitsplatz" ma­chen. Auch Buss (Leer) möch­te seinen Lebensunterhalt „in der freien Wirtschaft selbst verdienen". Im Vordergrund steht, was Memenga (Emden) betont: „Mit dem Budget für Arbeit erhoffe ich mir eine An­stellung auf dem ersten Ar­beitsmarkt."


Johann Beckhuis (Dritter von links) ist einer der drei obw-Mitarbeiter, die ihren Antrag auf das Budget für Arbeit bei Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (rechts) persönlich abgegeben haben. Links im Bild Karl Finke, Landesbe­auftragter für Menschen mit Behinderungen, neben ihm Michael Müller vom Landkreis Aurich.
BILD: obw

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