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Überschrift
Erfahrungsbericht, 27.05.2008
Datum:
30.05.2008
Inhalt
Mein erster Ossiloop in der obw-LaufgemeinschaftEin Erfahrungsbericht von Klaus Thörner
Welch ein Menschenauflauf! Mehr als 1500 Läuferinnen und Läufer aller Leistungs- und Altersklassen in einem Farbenmeer verschiedenster Trikots! Schauen, staunen, schmunzeln “…de chef will un ik muss man…“ ist das Logo der Heizungsloopers. Beim Warmlaufen sehe ich das erste und einzige Mal LIVE die Startnummer 1, Stephan Immega.
Im Julianenpark von Leer versammelten sich am 6. Mai in großer (manchmal vielleicht etwas banger) Erwartung vor dem Startschuss die Ossilooper 2008. In welcher Startgruppe bin ich richtig? Werden die Füße mitmachen? Wird die Luft ausreichen? Ist es tatsächlich möglich, in sechs Etappen 69,4 Kilometer zu laufen und das Ziel in Bensersiel zu erreichen?
Überall sind Gesprächsfetzen zu hören, Erfahrungen werden ausgetauscht, letzte Ratschläge erteilt, es wird gefachsimpelt oder von kleineren und größeren Verletzungen berichtet. Die Stimmung reißt mich mit!
Zum Glück sind wir ein starkes Team, das sich gegenseitig motiviert und unterstützt. Die obw ist mit mehr als 30 Kolleginnen und Kollegen dabei, vom Geschäftsführer bis zum Zivildienstleistenden, von der Zwanzig- bis zum Sechzigjährigen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vielen Abteilungen bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Ebenso werden wir in den nächsten Wochen auch über das ganze Läuferfeld verteilt sein.
Endlich, der Startschuss! Gruppe um Gruppe findet sich im Startkanal wieder, und es geht endlich los!
Wir werden von der Begeisterung des Publikums getragen, das uns mit Anfeuerungsrufen, Beifallsstürmen und musikalischer Untermalung jedes Seitenstechen, jedes Zwicken im Fuß oder Oberschenkel ertragen lässt. Die Versorgung mit Getränken an der Strecke ist gut organisiert. Es gibt die offiziellen „Wasserstellen“, an denen viele fleißige Hände uns die Becher reichen und darüber hinaus haben Anwohnerinnen der Strecke große Wasserwannen vor ihre Häuser gestellt, die uns eine kleine Dusche ermöglichen. Jede Erfrischung ist heiß ersehnt, der Wettergott hat es in diesem Jahr besonders gut mit dem Ossiloop gemeint. Beim Start in Plaggenburg höre ich den Bericht einer erfahrenen, über siebzigjährigen Looperin, noch nie habe es einen Ossiloop gegeben, bei dem es nicht mindestens einmal geregnet hat. Obwohl die Etappen erst am Abend beginnen, laufen wir fast immer in warm scheinender Frühsommersonne. Zum Glück weht die ostfriesische Brise als ständige Begleiterin. Sie hilft mir, selbst beim Laufen die vielen schönen Seiten Ostfrieslands zu entdecken. Windmühlen, Kanäle und kleine Dörfer fliegen an mir vorbei und – wer hätte das gedacht – Wälder, Bäume im platten und flachen Ostfriesland.
Nur selten überqueren wir Autostraßen, zumeist dürfen wir die Natur auf kleinen Wanderwegen und Waldstrecken genießen. Auf den letzten Metern vor dem Ziel erwartet uns ein Spalier jubelnder Empfangskomitees mit letzten aufmunternden Rufen. Endspurt, gleich ist es geschafft.
Nach dem glücklichen Passieren der Ziellinie der Kampf durch die Menschenmenge zu den reichhaltigen Ständen mit Getränken, Obst, Kuchen oder Rosinenbroten. So gestärkt können diejenigen, die ein wenig früher ins Ziel gekommenen sind, die nächsten und nächsten und nächsten Kolleginnen und Kollegen bei ihrem Endspurt bejubeln und im Ziel begrüßen. Am Ende jeder Etappe lerne ich weitere Mitarbeiter unserer Firma kennen, denn dem Organisationskomitee um Ulrich Kavelmann und Prof. Burghardt Zirpins gelingt es , von Etappe zu Etappe neben den Dörloopers einzelne Tagesläuferinnen und Tagesläufer zu motivieren, für unser obw-Team zu laufen. So wächst unser Team von Mal zu Mal und erreicht verdientermaßen den 3. Platz in der Firmenwertung.
Bei der Pokalübergabe am Hafen von Bensersiel kennt der Jubel keine Grenzen und alle sind sich einig: Auf ein Neues für ein hoffentlich noch größeres obw-Team beim 28. Ossiloop 2009! Ein herzlicher Dank gilt den ständig ansprechbereiten Organisatoren unseres Teams und den geduldigen und emsigen Mitarbeitern des Fahrdienstes!



