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Ostfriesen Zeitung, 07.12.2011
Datum:
07.12.2011
Inhalt
Stadt und Verbände einigen sich auf Qualitätsstandards
SITZUNG Über Arbeit der Beratungsstelle „Kumm rin!“ wurde ebenfalls eine Vereinbarung getroffen
„In Niedersachsen ist das wohl einmalig“, sagte Elisabeth Szag vom Fachdienst Sozialhilfe.
EMDEN /SR - Die Stadt Emden hat sich jetzt mit mehreren sozialen Einrichtungen in Emden auf Qualitätsstandards bei der Begleitung von Menschen mit Behinderung und auf eine Leistungsvereinbarung geeinigt. Der Ratsausschuss für Gesundheit und Soziales, der erstmals in seiner neuen Zusammensetzung tagte, stimmte beiden Papieren zu.
Die Vereinbarung zu den Qualitätsstandards hat die Stadt gemeinsam mit „Das Boot“, Verein zur Förderung seelischer Gesundheit, der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH (obw) und der Suchtkrankenhilfe Ostfriesland erarbeitet. Großen Streit gab es dabei nicht, denn in der alltäglichen Arbeit hat man bereits immer versucht, die jetzt schriftlich festgelegten Standards einzuhalten. Das Papier wurde so offen formuliert, dass auch andere Einrichtungen die Standards übernehmen können. „In Niedersachsen ist das wohl einmalig“, meinte Elisabeth Szag vom Fachdienst Sozialhilfe der Stadt. Das Schreiben hat durchaus bindende Wirkung, etwa dann, wenn die Stadt und die Sozialeinrichtungen Vereinbarungen über gegenseitige Leistungen abschließen.
Über den Betrieb der Kontakt- und Beratungsstelle „Kumm rin!“ hat die Stadt jetzt eine solche Leistungsvereinbarung mit dem Verein „Das Boot“ abgeschlossen. Damit verpflichtet sich die Stadt, die Anlaufstelle für psychisch kranke Menschen auch im nächsten Jahr finanziell zu unterstützen. Veranschlagt sind dafür 35 000 Euro. Die genaue Finanzierung wird aber erst 2012 geregelt. Dann wird auch entschieden, ob das „Kumm rin!“ länger als drei Stunden am Tag geöffnet werden kann. Das wurde nämlich im Ausschuss als „zu wenig“ kritisiert.


