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Parität Report 3/2011

Datum:

14.10.2011

Inhalt

Ein zweiter Lebensraum

obw eröffnet Tagesstätte 60 plus

Anfang 2009 gab es erste Zeichnungen, im Juni 2010 wurden die Arbeiten begonnen und nach etwa einjähriger Bauzeit wurde am I7. Juni 2011 die neue Tagesstätte 60 plus der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH (obw) eingeweiht. Große, freundliche und sonnendurchflutete Räume in hellen Farben - so präsentiert sich die neue Tagesstätte 60 plus der paritätischen Tochtergesellschaft obw. „Das Angebot ist ein wichtiger Bestandteil der gemeindenahen Versorgung für Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung, die ins Rentenalter eintreten oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können", sagte Cornelia Rundt, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V., in ihrem Grußwort anlässlich der offiziellen Eröffnung der Tagesstätte. Auch Alwin Brinkmann, Oberbürgermeister von Emden, lobte die neue Einrichtung und das dahinter stehende Engagement der obw. Im Anschluss an die offizielle Eröffnung mündeten die Feierlichkeiten in ein Sommerfest im Garten und im Neubau der Tagesstätte für ältere und vorgealterte Menschen mit Behinderung.

Die Tagesstätte bildet einen wesentlichen Baustein der gemeindenahen Versorgung für Menschen mit Behinderung, die ins Rentenalter eintreten oder aus altersbedingten, gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. „Wir bieten ihnen einen zweiten Lebensraum neben dem Wohnen" erklärt Bernhard Lutzki, Leiter der Tagesstätte 60 plus. Aufgabe der Tagesstätte der obw ist es, Menschen mit Behinderung auch über das Arbeitsleben hinaus eine sinnvolle Tagesgestaltung in Gemeinschaft zu ermöglichen. Die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem pädagogischen und pflegerischen Bereich helfen dabei, den Tag in der Tagesstätte so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Auch der Umgang mit Demenz ist bedeutender Bestandteil der Arbeit. „Das Wichtigste ist, mittendrin statt nur dabei zu sein, und das Gefühl, das Tagewerk gemeinsam geschafft zu haben" betont Lutzki.

Wer mag, kann bei der Gartenarbeit mitmachen, kreativ gestalten und musizieren oder gemeinsam einkaufen und ein leckeres Essen zubereiten. „Darüber hinaus gibt es aber ausreichend Raum für individuelle Hobbies, Gespräche, Spaziergänge und Möglichkeiten, sich mal zurückzuziehen, auch mit Blick auf das stärker zunehmende Ruhebedürfnis", unterstreicht der Leiter der Tagesstätte. Das kulturelle, gesellschaftliche Leben kommt ebenfalls nicht zu kurz und viele alte Bekanntschaften werden weiter gepflegt.

„Wir sind außerordentlich froh, auch den älteren Menschen mit Behinderung nun bestens ausgestattete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können", erklärt Prof. Burghardt Zirpins, Geschäftsführer der obw. Allein die Baukosten für die Tagesstätte 60 plus belaufen sich auf ca. 850.000 Euro. Die Stadt Emden bezuschusst die Maßnahmen mit 82.500 Euro.

Menschen mit Behinderung haben gemäß § 53ff SGB XII Anspruch auf Eingliederungshilfe. Für die Nutzer der Tagesstätte 60 plus sind die Stadt Emden und der Landkreis Aurich Leistungsträger. Im Rahmen der Bauarbeiten investierte die obw nicht nur in die Tagesstätte, sondern auch in die Erweiterung und Modernisierung des Wohnbereichs in der Föhrstraße 7. Unter anderem wurde hier ein Fahrstuhl eingebaut. Ferner konnte der am Standort Friesland angesiedelte Integrationsfachdienst neue Büros beziehen. 


Bernhard Lutzki
Leiter der Tagesstätte 60 plus
Ostfriesische Beschäftigungs- und
Wohnstätten GmbH

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