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Ostfriesen Zeitung, 10.10.2011
Datum:
11.10.2011
Inhalt
Bundespräsident: „ Der Kreis schließt sich“
KULTUR Zur Eröffnung der Kunsthalle kam von Weizsäcker – jetzt trug sich Wulff ins Goldene Buch ein
Bei einer kleinen Ansprache im Rathaus war die Rede von den „lieben Emdern“, auf deren Worte man sich verlassen könne.
VON HEINER SCHRÖDER
EMDEN - Vor 25 Jahren hatte sich Bundespräsident Richard von Weizsäcker in das Goldene Buch der Stadt Emden eingetragen. Der Anlass damals: die Eröffnung der Kunsthalle Emden. Am Sonnabend hat sich Bundespräsident Christian Wulff ins Goldene Buche eingetragen. Der Anlass: der Geburtstag der Kunsthalle Emden. „Damit schließt sich der Kreis“, sagte Wulff. Er verband das mit einer kleinen Hoffnung – nämlich, dass zum 50. Geburtstag der Kunsthalle eine Bundespräsidentin nach Emden kommt.
Wulff hatte bei seiner Fahrt zur Nordseehalle, wo am Sonnabend groß der Geburtstag der Kunsthalle gefeiert wurde, einen kleinen Umweg über das alte Rathaus der Stadt Emden gemacht. Im Rummel, dem Versammlungsraum des Rathauses, lag das Goldene Buch der Stadt Emden, in das sich Wulff bereits vor acht Jahren als Ministerpräsident eingetragen hatte. „Damals waren Sie zur 100-Jahr-Feier der Emder Nordseewerke gekommen“, meinte der Emder Oberbürgermeister Alwin Brinkmann. Aber die gebe es nun ja leider nicht mehr. „Ich wäre gerne zur 125-Jahr-Feier gekommen“, meinte Wulff. Immerhin seien die Arbeitsplätze beim Nachfolgeunternehmen Siag-Nordseewerke zu einem großen Teil gesichert worden.
Wulff sprach die anwesenden Gäste aus Rat, Stadtverwaltung, Wirtschaft und Kultur als „liebe Emder“ an. Die Stadt habe dank VW und der Windenergie eine grandiose Entwicklung genommen. Der Christdemokrat erinnert sich immer noch gerne an Ereignisse in der SPD-Stadt wie das Kaufmannsmahl oder Feiern in der Johannesa-Lasco-Bibliothek. „In dieser Zeit habe ich gelernt, dass man sich auf das Wort eines Ostfriesen verlassen kann. Das ist wichtig – und in Berlin durchaus bekannt.“


