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Ostfriesen-Zeitung, 06.12.2010

Datum:

07.12.2010

Inhalt

Funksprüche gingen bis nach Tschechien

FREIZEIT  Beim „Advent am Rathausbogen“ war unter anderem ein Emder Amateur-Radio-Club dabei
Die Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH verkaufte selbst gemachte Produkte.
VON ANDRA DE WIT

EMDEN Unter dem Motto „Weihnachten auf See“ fand am Sonnabend und Sonntag in und am Emder Rathaus die vorweihnachtliche Veranstaltung „Advent am Rathausbogen“ statt. Das Ostfriesische Landesmuseum Emden, die Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH (obw) und die Arbeitsgemeinschaft für integrative Leistung in Ostfriesland (Agilio) hatten dafür ein buntes Programm vorbereitet.

Die Weihnachts-Buden am Museumsvorplatz wurden am Sonnabend bereits am Vormittag gut besucht. Die obw verkaufte Produkte aus ihren Werkstätten, unter anderem Holzdekorationen, Weihnachtsgestecke, Ledertaschen und Schmuck. Agilio bot weihnachtliche Getränke und Backwaren, aber auch maritime Speisen wie Labskaus an. Neben musikalischen und kulturellen Programmpunkten gab es für Kinder auch einige Bastel und Spielaktionen.

Etwas Besonderes hatte sich der Emder Ortsverband des Deutschen Amateur-Radio- Clubs überlegt. Der Verein versendete am Sonnabend und Sonntag ganztägig Funksprüche an nationale und internationale Hobby- Funkstationen. „Entweder setzen wir einen Ruf ab und der andere hört uns oder umgekehrt“, erklärte Vereins- Mitglied Gerold Stührenberg. „Wir stellen uns dann vor und erzählen, wer wir sind.“ So war es Hobby-Funker Hinrich Gerdes am Sonnabendvormittag bereits gelungen, Amateur-Funkstationen in Großbritannien, Ungarn, Tschechien, Bosnien- Herzegowina und in der Schweiz zu erreichen. Nachempfunden wurde die Aktion der ehemaligen NDR-Sendung „Gruß an Bord“. Der Verein hatte auch eine Bildschirmpräsentation vorbereitet und verkaufte DVDs über die Funk- und Rundfunkgeschichte. Sinn der Aktion war, Interesse bei den Besuchern zu wecken, denn der Verein sucht neue Mitglieder. „Je mehr, desto besser. Wir versuchen immer, Leute für das Thema zu interessieren“, sagte Stührenberg. „Denn viele wissen gar nicht, was Amateurfunk ist und dass wir überhaupt existieren.“

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