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Überschrift
Ostfriesen-Zeitung, 14.09.2010
Datum:
14.09.2010
Inhalt
Museumsprojekt in Campen trägt Früchte
Konzept
Mitglieder der Altentagesstätte der OBW ernten beim Landarbeiterhaus und der Remise
Die Sparkassen-Stiftung Aurich-Norden und die Regionale Kulturförderung unterstützen das Vorhaben „Warum schliefen die Menschen im Schrank?". Die neu angelegten Äcker sind ein wesentlicher Bestandteil davon.
VON FRITZ CARVERS
CAMPEN - Das Projekt „Warum schliefen die Menschen im Schrank?" des Ostfriesischen Landwirtschaftsmuseums Campen trägt erste Früchte. Mitglieder der Altentagesstätte der OBW (Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH) haben seit dem Frühjahr gesät Jungpflanzen gesetzt. Unkraut gejätet und gehackt, gegossen und angeerdet. Jetzt wurden die ersten Feldfrüchte geerntet, die Bohnen gepflückt, gleich geströpt und Kartoffeln gerodet. Insgesamt haben die fleißigen Rentner fünf Zentner Kartoffeln vom Acker geholt. Viel mehr, als sie sich erhofft hatten. Auf die Frage, ob man die Arbeiten noch von früher kenne, antwortet einer: „Ja, das hab' ich viel mit meinen Eltern gemacht."
Der neu angelegte Acker des Museums bei der Remise und die neuen Hochbeete beim Landarbeiterhaus im Dorf sind ein Baustein des Projekts „Warum schliefen die Menschen im Schrank?". Das Vorhaben wird von der Sparkassen-Stiftung Aurich-Norden und der Regionalen Kulturförderung finanziell unterstützt.
Des Projekt hat die Aufgabe, ein neues Konzept für die Dauerausstellung im Landarbeiterhaus mit dem Titel „Haus zum Anfassen" zu erarbeiten und umzusetzen. Begleitet wird dieser Projektabschnitt durch zahlreiche kleinere Aktionen zum Thema Alltagsleben um 1900 und einer Abschlussveranstaltung. Die einzelnen Bausteine richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und haben thematisch unterschiedliche Ausrichtungen.
Gemeinsam mit der Altentagesstätte der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH ist der Garten des Landarbeiterhauses angelegt worden. Damit wurde eine längerfristige Zusammenarbeit zwischen OBW und dem Landwirtschaftsmuseum gestartet, so Sonja Wiltfang, Leiterin der Einrichtung. Die Gartenarbeit war früher ein fester Bestandteil im Alltagsleben der Familien und bietet eine große Bandbreite unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten für Aktionen, da es neben der Bestellung des Gemüsebeetes natürlich auch die Ernte und die Weiterverarbeitung des Gemüses einbezieht.
Vor allem Tätigkeiten, die vor 50 Jahren zum Alltag der Menschen und damit der Teilnehmer der Altengruppe gehörten, stehen im Mittelpunkt der Aktionen.


